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Wenn muslimische Frauen unbedingt Kopftuch, Burka oder Tschador tragen wollen, dann sollen sie doch nach Saudi-Arabien, in den Iran oder nach Afghanistan gehen, wo das üblich ist. Da können die sich dann wohl fühlen. Warum bleiben die hier und wollen uns ihren Islam aufdrängen?
Es gibt tatsächlich eine ganze Reihe sehr religiöser Muslimas, die lieber früher oder später in ein muslimisches Land auswandern würden, selbst nach Saudi-Arabien. Die Probleme, die etwa wahhabitische bzw. salafitische Frauen hierzulande wegen ihres Gesichtsschleiers haben, tragen nicht selten zu diesem Wunsch bei.
Es ist aber bei weitem nicht so, daß jede Frau, die einen Tschador wie im Iran, einen Tscharschaf wie in der Türkei, einen Niqab wie in Saudi-Arabien oder eine Burqa wie in Afghanistan trägt, die jeweiligen Länder schätzt. Insbesondere den Mangel an Menschenrechten in diesen Ländern, gerade auch für Frauen, lehnen viele muslimische Frauen ab, auch wenn sie sehr religiös sind.
Manch eine Frau sagt in etwa, "in Deutschland trage ich Niqab, weil ich mich frei dafür entscheiden kann. In Saudi-Arabien müßte ich mich verschleiern, da wäre ich nicht frei. Das kann ich nicht gutheißen." Auch der Mensch, der etwas gerne und freiwillig tut, heißt einen Zwang in eben dieser Angelegenheit nicht zwangsläufig gut.
Die Kleidung zu tragen, die in einem Land üblich ist, bedeutet nicht, alles gut zu finden, was in dem betreffenden Land vor sich geht.
Viele komplett verschleierte Frauen schätzen die Freiheiten, die Menschenrechte, die sie in Deutschland genießen können und wissen sehr wohl um die Einschränkungen derselben in vielen islamischen Ländern.
Letztlich darf man auch nicht vergessen, daß zum einen viele komplett verschleierte Frauen Deutsche sind. Wenigstens ein Drittel von ihnen ist zum Islam konvertiert. Dies ist ihre Heimat. Zum anderen gibt es auch komplett verschleierte Frauen, die aus ihren islamischen Heimatländern geflohen sind - oft genug wegen der dort herrschenden Einschränkungen bei den Menschenrechten, weil sie einer verfolgten Minderheit angehören oder aus einem anderen Grund.
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