-
Salafisten
Bitte informieren Sie mich über das Thema "Salafisten", weil dort ja das Tragen eines Schleiers propagiert wird und es die salafistischen Frauen sind, die einen Schleier tragen.
-
Niederlande: Burkaverbot auf der Kippe
Nach dem Bruch der niederländischen Regierung steht das vom Rechtspopulisten Geert Wilders geforderte Burkaverbot auf der Kippe.
Sollte Wilders in der nächsten Regierung keinen Einfluß haben, wird es vermutlich kein Burkaverbot geben. Zugleich hat Wilders sich ohnehin andere Themen für seine Politik des Hasses gesucht - nun geht es vor allem gegen die EU, sein neues Feindbild heißt "Brüssel".
-
Frankreich: Burkaverbot bleibt
Zwar zeichnet sich in Frankreich ein Machtwechsel ab, aber der wahrscheinliche neue Präsident, der Sozialist Francois Hollande, will laut seiner Aussage in einem am Mittwoch ausgetragenen TV-Duell mit Amtsinhaber Nikolas Sarkozy sowohl das Burkaverbot für muslimische Frauen als auch das ältere Kopftuchverbot für muslimische Schülerinnen beibehalten.
-
Schweiz: Ständerat gegen Burkaverbot
Nachdem der Schweizer Nationalrat für ein Burkaverbot in der Öffentlichkeit votierte, hat der Ständerat am 5. März ein solches Verbot abgelehnt.
Begründet wurde die Ablehnung der vom Rechtspopulisten Oskar Freysinger eingebrachten Initiative zum einen damit, das ein solches Verbot Sache der Kantone wäre, zum anderen mit der Feststellung, daß nur wenige Frauen überhaupt einen Schleier trügen.
Freysinger hofft nun auf eine Volksiniative, um ein Burkaverbvot in der Öffentlichkeit durchzusetzen. Dies will er aber als "Vermummungsverbot" verschleiern.
Während offiziell von 100-150 Frauen die Rede ist, die "Burkas" trügen - und die zumeist Touristinnen seien -, dürften es eher 400 bis 800 Muslimas sein, die sich verschleiern - viele von ihnen sind zum Islam konvertierte Schweizerinnen.
-
FIFA erlaubt Fußballerinnen Kopftücher
Die FIFA hat Medienberichten zufolge das seit gut fünf Jahren bestehende Kopftucbverbot für muslimische Fußballerinnen aufgehoben - zumindest vorläufig.
Eine endgültige Entscheidung soll Anfang Juli getroffen werden. Bis dahin sollen noch Fragen zur Gesundheit und zur Sicherheit erörtert werden.
-
Burkaverbot in der Öffentlichkeit ist Fundamentalismus
In dem Artikel Global Prayers (Deutschlandfunk Studiozeit) bin ich auf einen interessanten Absatz gestoßen.
Zum Ende des Artikels wird gefragt, "ab wann eine Stadt von Fundamentalisten beherrscht werde".
In den beiden letzten Absätzen heißt es dann:
"Nezar Alsayyad versucht eine vorläufige Antwort: Überall dort, wo Minderheiten von öffentlichen Plätzen ausgeschlossen oder ihnen Bürgerrechte verweigert werden, mache sich fundamentalistische Herrschaft breit. 'Die Stadt wird zum Schlachtfeld, wenn eine Gruppe der anderen ihre Wertvorstellungen aufzwingen will.'"
Weitet man Al-Sayyads Antwort auf das Burkaverbot in Frankreich und Belgien aus, das jeweils für den gesamten öffentlichen Raum gilt, dann werden diese Länder von Fundamentalisten beherrscht - ja, sind sie gar "Schlachtfelder", auf denen "eine Gruppe der anderen ihre Wertvorstellungen aufzwingen will".
That's 21st Century's Europe. Fundamentalistische Herrscher und Schlachtfelder.
-
Kanada: Burkaverbot bei Einbürgerung
Kanada hat Medienberichten zufolge muslimischen Frauen untersagt, bei der offiziellen Zeremonie der Einbürgerung einen Gesichtsschleier zu tragen. Da man einen kanadischen Paß erst nach dieser Zeremonie mit dem dort ausgehändigten "Bürgerzertifikat" beantragen kann, ist diesen Frauen eine Einbürgerung unmöglich, auch wenn sie alle rechtlichen Voraussetzungen für eine kanadische Staatsbürgerschaft erfüllen.
In Kanada ist dieses neue Gresetz der konservativen Regierung höchst umstritten.
Die französischsprachige Provinz Québec plant zudem ein Verbot der Verschleierung im gesamten öffentlichen Raum; hier ist ein Verbot in Wahllokalen bereits in Kraft.
-
Frederik Hartig: 350 Euro für eine Burka
Frederik Hartig auf seinem Polderblog:
350 Euro für eine Burka - über die vergbliche Suche nach überzeugenden Argumenten für ein Burkaverbot in den Niederlanden (oder sonstwo).
Ich stimme nicht allem zu, was Hartig schreibt, aber sein Artikel ist lesenswert - zumal er eine niederländische Stimme darstellt.
-
Ömer Özsoy über weltanschauliche Neutralität und Kopftuch
In einem
Interview mit der "Frankfurter Rundschau" äußert sich der Frankfurter Islamtheologe Prof. Ömer Özsoy auch zum Thema "weltanschauliche Neutralität des Staates und Kopftuchverbot".
Auf die "staatliche Skepsis gegenüber dem Kopftuch" und die weltanschauliche Neutralität des Staates angesprochen erklärt Özsoy, daß nicht nur die klassischen Religionen Weltansachauungen seien, sondern auch "Hedonismus oder Kapitalismus" Im Hinblick darauf habe er Probleme zu verstehen, "warum religiöse Symbole verboten werden, weil sie angeblich Schülern eine bestimmte Lebensweise aufdrängen, zugleich aber überall Werbebilder mit nackten Körpern zu sehen sind, nicht ganz zufällig eher von weiblichen Körpern".
-
Rechtswissenschaftler: Burkaverbot nicht mit Grundgesetz vereinbar
Einem
Bericht der Universität Münster zufolge ist ein Burkaverbot nach französischem und belgischem Vorbild in Deutschland nicht mit dem Grundgesetz vereinbar - zu dieser Einschätzung kommt der Rechtswissenschaftler Dr. Bijan Fateh-Moghadam vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität.
Im Rahmen einer Ringvorlesung "Religion und Geschlecht" erklärte Fateh-Moghadem in seinem Vortrag "Religiöse Neutralität und Geschlechterordnung – Europäische Burka-Verbote zwischen Gender-Mainstreaming und Rechtspaternalismus", weder eine "Befreiung der muslimischen Frau" noch ein "Schutz der Werte der Republik" seien als Begründungen für ein Burkaverbot mit der "religiös-weltanschaulichen Neutralität des Strafrechtes, die aus dem Grundgesetz folgt, und der Beschränkung des Strafrechts auf den Rechtsgüterschutz" zu vereinbaren.