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Mein Lieblingsbetriebssystem ist IBM OS/2 bzw. die aktualisierte und erweiterte OEM-Version eComStation, das vor allem für den Einsatz bei Banken und Versicherungen bekannt ist.
OS/2 hat als PC-Betriebssystem Maßstäbe gesetzt, von denen viele bis heute von anderen Systemen wie Windows und Linux unerreicht sind, insbesondere im Bereich des Desktops, der mächtigen objektorientierten "Workplace Shell", und des Multitasking.
Zudem ist OS/2 stabil, sicher und zuverlässig - und es besteht praktisch keine Bedrohung durch Viren, Würmer, Trojaner, Dialer und dergleichen Schädlinge mehr (das liegt allerdings freilich weniger an der Architektur, sondern vor allem an der doch sehr geringen Verbreitung, die OS/2 für Entwickler von Schadprogrammen uninteressant macht).
Ich hänge an OS/2, wohl nicht zuletzt deswegen, weil wohl kein Betriebssystem je so oft tot gesagt worden ist. Aber ich habe mit OS/2 vor allem viele gute Erfahrungen gemacht - und es macht Spaß, an dem System herumzubasteln, Erweiterungen zu installieren und Verbesserungen einzurichten.
Allerdings war ich nicht immer ein treuer OS/2-Benutzer. Angefangen habe ich mit DOS (und dann gerne DR-DOS verwendet) und bald darauf Windows 3.1, dann kam eine lange OS/2- und eine kürzere Linux-Phase - meine Frau hat als Astrophysikerin Linux mit in die Ehe gebracht -, schließlich dann aber Windows: Neun-ix und dann XP.
Als dann eComStation 1.0 erschien, habe ich das zuerst unter Windows in einem virtuellen PC verwendet - und schließlich als Hauptsystem, von dem ich sehr begeistert war.
Dann aber kam ein neuer Computer ins Haus, der OS/2 leider nicht mehr unterstützt hat - und damit zuerst Windows Vista und dann Ubuntu Linux (das ich derzeit als Hauptsystem verwende).
Nun verwende ich OS/2 nur noch als Gastsystem in einem virtuellen PC ( VirtualBox), und das durchaus mit der Begeisterung, die wohl auch Autoliebhaber für ihre Oldtimer aufbringen können.
Dabei verfolge ich durchaus auch die Entwicklungen sowohl der eComStation selbst als auch diverser Programme für OS/2 und eComStation. Denn da tut sich durchaus immer noch etwas - vor allem durch Portierungen von Windows- und Linux-Programmen. Aber der Kreis derer, die an OS/2 arbeiten, ist in den letzten Wochen und Monaten doch recht überschaubar geworden.
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