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Charly Lücker auf seinem Katalyma-Blog: Salafisten in Mönchengladbach VII (auch die früheren Einträge sind lesenswert).
Charly befaßt sich mit den Salafi, ihren Gegnern - und fragt, wo eigentlich die evangelikalen Christen sind. Können wir mit unseren christlichen Werten jungen Menschen, die auf der Suche nach Orientierung sind, nach Werten und Strukturen, eine Alternative anbieten? Oder sind wir nur damit beschäftigt, unsere Werte und unser Selbstverständnis abzubauen?
Persönlich tue ich mich schwer damit, das Christentum als wertestiftende Religion zu sehen, die den Menschen Werte und Lebensstrukturen anbietet. Ich sehe in unserem Glauben vor allem die Bewegung zum anderen hin, den Willen das Leben zu teilen: Einander helfen, voneinander lernen, miteinander feiern (Konvivenz). Aber auch an dieser Stelle, das muß man klar sagen, haben wir Christen weithin versagt, weil wir lieber in unseren frommen Kuschelclubs der Erretteten unter uns bleiben statt hinaus zu gehen zu den Hecken und Zäunen. Die Salafi bieten jungen Menschen freilich beides, einerseits Orientierung, Werte, Strukturen, andererseits Gemeinschaft. Das ist neidlos anzuerkennen.
Es kann nun nicht darum gehen, die Salafi und ihre missionarischen Methoden zu kopieren - wir müssen uns nur auf das zurückbesinnen, was Jesus für uns getan hat: Er kam in diese Welt, um das Leben der Menschen zu teilen. Er hat ihnen nicht Werte, Strukturen, Orientierung (im Sinne einer Moral) gebracht, sondern sich selbst. Und er will, daß wir uns den Menschen zum Geschenk machen.
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