Startseite Blog Sonstiges Aktueller GIMP in OS/2

Social Bookmarks

Add to: Mr. Wong Add to: Webnews Add to: Icio Add to: Oneview Add to:  FAV!T Social Bookmarking Add to: Favoriten.de Add to: Seekxl Add to: Social Bookmark Portal Add to: BoniTrust Add to: Power-Oldie Add to: Bookmarks.cc Add to: Newskick Add to: Newsider Add to: Linksilo Add to: Readster Add to: Yigg Add to: Linkarena Add to: Simpy Add to: Netvouz Add to: Folkd Add to: Spurl Add to: Google Add to: Blinklist Information
Social Bookmarking
716613
Aktueller GIMP in OS/2 PDF Drucken E-Mail
Blog - Sonstiges
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Dienstag, den 18. Januar 2011 um 11:31 Uhr

GIMP in OS/2 via HobLink X11Unter OS/2 ist derzeit Version 2.2.8 die aktuellste Version des GIMP; verfügbar ist aber längst GIMP 2.6, und GIMP 2.8 wird auch bald kommen.

Einen aktuellen GIMP in OS/2 zu verwenden, ist durchaus möglich, wenn man erstens einen Linux-Rechner hat, auf dem der aktuelle GIMP läuft (sowie ein Telnet- oder SSH-Server), und zweitens einen OS/2-Rechner, auf dem ein X-Server läuft, etwa HOBLink X11, der bei eComStation bis Version 1.2 zum Lieferumfang gehörte (seit eCS 2.0 leider nicht mehr).

In meinem Beispiel verwende ich einen PC mit Ubuntu Linux, auf dem eComStation in VirtualBox läuft.

Auf Ubuntu habe ich neben dem GIMP aus den Paketquellen einen OpenSSH-Server installiert, auf OS/2 dann zum einen das Terminal-Programm ZOC, zum anderen HOBLink X11.

Wie man nun genau vorgeht, wird im Internet bereits beschrieben; darum verlinke ich hier nur auf den Artikel  HOBLink X11 im lokalen Netzwerk von Jeremy Workman, ins Deutsche übersetzt von Manfred Agne (VOICE Newsletter 4/2002). Ein sehr lesenswerter Artikel (wie so viele im leider längst eingestellten VOICE-Newsletter).

Im Prinzip verbindet man sich vom OS/2-Rechner aus via Telnet oder SSH mit dem Linux-Rechner, exportiert das X11-Display auf den OS/2-Rechner ("export DISPLAY=IP-Adresse-OS2-Rechner:0"), startet auf OS/2 den X-Server und schließlich via Terminal oder SSH den GIMP. Die Bildschirmausgabe des auf dem Linux-PC laufenden GIMP erfolgt dann auf dem OS/2-Desktop.

Auf diese Weise kann man so ziemlich jedes X11-Programm auf einem OS/2-Desktop laufen lassen - wobei es allerdings nicht immer exakt so läuft, wie man es von einem Linux-Desktop her kennt. Überraschungen sind also möglich - wenn nicht sogar wahrscheinlich.

Problematisch ist vor allem das Programm HobLink X11 - im Prinzip ist es nicht mehr verfügbar, aber es ist der einzig sinnvolle X11-Server für OS/2. Er gehörte bis Version 1.2R zum Lieferumfang der eComStation, doch  bei Version 2.0 fehlt er leider. Wer die alte Version besitzt, kann sie mit einem Trick unter eCS 2.0 zum Laufen bringen, aber es ist fraglich, ob es legal ist oder gegen die Lizenzbedingungen verstößt (auf meine diesbezüglichen Anfragen habe ich leider keine Antworten erhalten).

Darüber hinaus ist HOBLink X11 für OS/2 nicht gerade taufrisch - es handelt sich um ältere Software, und X11 entwickelt sich freilich weiter.

Mit XFree86-OS/2 gibt es einen weiteren und zudem frei verfügbaren X11-Server für OS/2, der aber bei weitem nicht so komfortabel ist wie HOBLink X11 (zumal er die komplette OS/2-Arbeitsoberfläche verdeckt, während HOBLink X11 in PM-Fenstern läuft).

Auch ZOC ist für OS/2 nicht mehr ohne Weiteres erhältlich. man kann auch mit anderen Mitteln von OS/2 aus auf einen Linux-Rechner zugreifen, ein Telnet-Client ist ohnhin in OS/2 integriert. Ich nehme aber an, man kann bei den Entwicklern von ZOC immer noch eine OS/2-Version erhalten, wenn man direkt anfragt.

Das größte Problem ist halt, daß man zwei Rechner braucht (auch wenn einer möglicherweise virtuell ist), einen für OS/2 und einen für Linux. Dann kann man auch gleich unter Linux arbeiten... Somit haben wir es hier vor allem mit einer Spielerei zu tun.

Wer aber ohnehin einen Linux-Rechner als Server o.ä. betreibt und sonst an einem OS/2-PC arbeitet, kann auf diese Weise aktuelle Programme unter OS/2 verwenden, wobei es halt gewisse Einschränkungen gibt. 

Wer nun einen X-Server unter OS/2 betreibt, kann damit nicht nur Programme von Linux-Rechnern auf seinen OS/2-Desktop holen, sondern auch bestimmte Programme verwenden, die von Linux nach OS/2 portiert wurden, aber einen X-Server voraussetzen (wie etwa der ältere GIMP 2.2.8 für OS/2). Von daher lohnt es sich, sich mit HOBLink X11 auseinanderzusetzen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 21. Januar 2011 um 16:37 Uhr
 

Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie die Verhaltensregeln und die allgemeinen Nutzungsbedingungen, die im Impressum niedergelegt sind.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß Ihr Kommentar erst vom Webmaster freigeschaltet werden muß, um unerwünschte Werbung zu verhindern. Die Freischaltung erfolgt so schnell wie möglich.


Sicherheitscode
Aktualisieren

InfoAdministrationXML Sitemap