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Nachdem die israelische Marine die "Hilfs-Flotte" für den Gaza-Streifen aufgebracht hat, stellt sich natürlich die Frage, wie es dort unten nun weitergeht.
Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht - und hoffe, daß ich völlig falsch liege.
Natürlich werden die, ähem, Friedensaktivisten weiterhin versuchen, die Blockade des Gaza-Streifens zu brechen. Natürlich nicht die ägyptische, sondern die israelische. Der Sinn oder besser Unsinn dieser Hilfe liegt auf der Hand - Israel läßt Hilfeleistungen für den Gaza-Streifen in großen Mengen auf dem Landweg passieren. Jeder Notleidende im Gaza-Streifen erhält weit mehr Hilfsgüter als die Mehrzahl anderer Notleidender dieser Erde (etwa mehr als die Erdbeben-Opfer in Haiti). Aber um Hilfe geht es nicht wirklich, allenfalls um Solidarität. Weniger allerdings mit den muslimischen und noch weniger mit den christlichen Arabern im Gaza-Streifen, sondern mit dem terroristischen Hamas-Regime, einem Ableger der ägyptischen Muslimbruderschaft.
Hinter der Aktion steckt ein buntschillerndes Spektrum an Einzelpersonen und Organisationen, die vor allem eines eint: Haß auf Israel, Haß auf die Juden, Haß auf den Westen. Es ist nicht die Sorge um die Palästinenser, sondern das "Feindbild USrael", das die Friedensaktivisten eint.
Die Palästinenser sind Schachfiguren, mehr nicht. Während die treibenden Kräfte aus Deutschland, etwa eine NSDAP-Ersatzpartei und einige radikal-islamistische Organisationen, eher eine Nebenrolle spielen, stecken vor allem islamistische Kräfte in der Türkei hinter der "Solidariät mit Gaza". Seitdem die AKP in der Türkei an der Macht ist, hat sich das israelisch-türkische Verhältnis zunehmend verschlechtert. Die AKP-Türkei löst sich vom Westen und sucht den Anschluß an Teile der islamischen Welt, auch an den Iran.
Es bleibt die Frage: Was geschieht mit dem nächsten "Hilfs-Konvoi"? Israel befindet sich in einer Position, in der es nur und ausschließlich verlieren kann.
Bringt es auch den nächsten Konvoi auf, wird die Feindschaft und Gewaltbereitschaft gegen Israel in der ganzen Welt weiterhin zunehmen. Mehr und mehr werden die Zeichen auf Krieg gegen Israel stehen. Auch in Deutschland würden früher oder später viele Bürger für einen Krieg gegen Israel sein. Der deutsche Antisemitismus bewegt sich mehr und mehr aus der latenten in eine heiße Phase. Schon heute gibt es mehrere Millionen Personen in diesem Land, die für einen Krieg mikt Israel stimmen würden. Und auch die NSDAP-Ersatzparteien würden, wie ich vermute, mit einer Mehrheit für einen Krieg gegen Israel stimmen, waren doch schon Vertreter einer solchen Partei auf einem Schiff, auf dem sich Waffen befanden, die benutzt worden sind, um Juden zu attackieren. Oder wollten die betreffenden "Friedensaktivisten" mit ihren Waffen nur jene Umschläge öffnen, in denen sie Tausende von Dollars bei sich trugen, die wohl eher nicht für die notleidenden Menschen im Gaza-Streifen bestimt waren? Nein, erstmals seit 1945 waren Deutsche wieder dabei, als der Versuch unternommen wurde, eine endgültige Lösung zu finden. Nicht nur ein brauner Sozialismus kann den Juden den Holocaust nicht verzeihen.
Es fällt den "Friedensaktivisten", wie wir gesehen haben, sehr leicht, die israelischen Soldaten mit einem Minimum an Waffen so sehr zu provozieren, daß es zu einem Maximun an Blutvergießen kommt. Dieses Spiel wird sich natürlich fortsetzen, und damit wird auch weiterhin Blut fließen. Das Blut der "Gaza-Märyterer" ist der Same eines Krieges gegen Israel, ein Same, der auf jedem Boden dieser Welt aufzugehen scheint, egal ob im Orient oder im Okzident.
Läßt Israel aber zukünftige Konvois passieren und den Gaza-Streifen erreichen, dann werden aller Wahrscheinlichkeit nach früher oder später Unmengen von Waffen im Gaza-Streifen landen. Die Waffen an Bord dieses Konvois waren nur ein Unterpfand, ein Vorgeschmack auf das, was da kommen wird. Was die Israelis werden erleiden müssen.
Es ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, daß die Organisatoren der "Solidaritäts-Flotte" beste Beziehungen zum radikalen Islamismus haben.
Was auch immer geschieht, Israel kann nur verlieren - die Palästinenser im Gaza-Streifen freilich auch. Aber um die geht es den "Friedensaktivisten" ohnehin ebenso wenig wie um notleidende Menschen anderswo im Nahen oder Mittleren Orden, im Norden Afrikas oder wo sonst. Nicht um die Opfer geht es, sondern um die - vermeintlichen oder tatsächlichen - Täter.
Daß nahezu jedes islamische Regime weit mehr Muslime unterdrückt, foltert, quält und ermordet als Israels Regierung und Militär, spielt keine Rolle. Tote Ahmadiyya in Pakistan? Tote Muslime im Sudan? Verfolgung von Schiiten in sunnitischen Regionen und umgekehrt? Eine ägyptische Blockade des Gaza-Streifens? Die menschenunwürdige Unterbringung der "palästinensischen Flüchtlinge" in vielen islamischen Ländern? All das und noch viel mehr kein Problem für die "Friedensaktivisten", solange man nicht Israel die Schuld dafür geben kann.
Im Gaza-Streifen werden Fatah-Anhänger, ehemalige Muslime, nicht streng nach dem islamischen Recht lebende Muslime und nicht zuletzt Friedensaktivisten, die für eine Aussöhnung mit Israel werben, diskriminiert, verfolgt, ermordet - doch unsere Männer und Frauen des "Friedens" interessiert das nicht, es sei denn, man findet irgend einen Weg, Israel die Schuld zu geben. Gazäische Frauen werden diskriminiert und eingesperrt, weil sie kein Kopftuch tragen? Natürlich ist die israelische Besetzung daran schuld. Menschen werden wegen geringfügiger Vergehen zum Tode verurteilt? Nur wegen der Besetzung. Christen werden attackiert? Ohne Besetzung würde das nicht passieren.
Anders als die Soldaten anderer Armeen vergewaltigen israelische Soldaten keine Frauen - was einige "Friedensaktivisten" längst als Beweis dafür werten, daß Israelis die Muslime für "minderwertig" erachten. Spätestens seit diesem Erklärungsversuch aus deutschen Landen ist klar, worum es hier wirklich geht. Israel kann tun und lassen, was es will - solange es wehrhafte Juden gibt, die aus dem Holocaust die Lehre gezogen haben, daß sie sich nur selbst gegen ihre Feinde verteidigen können und auf niemanden sonst verlassen dürfen, wird Israel keine Chance auf Frieden haben.
Und ein "Hilfs-Konvoi" oder eine "Hilfs-Flotte" für den Gaza-Streifen bringt Israel immer in ein Problem. Die Feinde Israels können nur gewinnen, der Staat der Juden kann nur verlieren.
Die Zeichen stehen meines Erachtens derzeit so sehr auf Krieg wie seit 1948 nicht mehr. Was in den nächsten Jahren droht, ist schlimmer als das, was man im 6-Tage-Krieg oder im Jom-Kippur-Krieg erleben mußte. Und Deutsche sind mittendrin statt nur dabei.
Natürlich - Israel ist nicht ein Staat der Heiligen, auch wenn scheinbar jeder an Israel andere Maßstäbe anlegt als an jedes andere Land dieser Welt und erwartet, daß die Juden - schon wegen der Lektionen, die wir ihnen im Holocaust beigebracht haben, wofür sie uns gefälligst ein wenig dankbar sein könnten - sich immer an alle von uns diktierten diplomatischen, humanitären... Spielregeln halten, auch wenn wir selbst sie noch nie eingehalten haben.
Nein, es gibt Grund, Israel zu kritisieren - und das geschieht sogar in Israel selbst. Israel dürfte das einzige Land in der ganzen Region sein, daß einen derart offenen Umgang mit schwerwiegenden Fehlern seiner Politiker und Militärs und Geheimdienste duldet.
Ich stehe nicht zu 100 % hinter Israel, nicht einmal zu 90 %. Vielleicht zu 80 % - und der Umgang Israels mit den Arabern in Israel selbst sowie im Gaza-Streifen und im Westjordanland erschreckt mich. Aber ich weiß auch: Jedes andere Land, einschließlich jedes beliebige Land Europas, hätte an Israels Stelle schon längst alle Menschenrechte in die Müllverbrennung gegeben, hätte Völker dahingemordet. Wären die Deutschen an der Stelle der Israelis - man kann es sich vorstellen, was das bedeuten würde. Es sei nur mit äußerster Zurückhaltung daran erinnert, wie viele Menschenrechte im Westen seit dem 11. September 2001 eingeschränkt worden sind. Dabei will uns hier niemand ins Meer treiben, dabei fliegen nicht Tausende Raketen in unser Land, dabei gibt es nichts, was unsere Situation auch nur im Ansatz mit der Situation der Israelis vergleichbar macht.
Nach wie vor kenne ich nur einen Ausweg aus dem Nahostkonflikt: Alle anti-israelischen Europäer und Amerikaner tauschen mit den Israelis. Laßt uns den Israelis zum Beispiel die neuen Bundesländer als ewige Heimstätte geben, und wir ziehen nach Israel. Bedingung: Israel bleibt auch nach dem Tausch der Bevölkerung jüdisch. 80 % der Neu-Israelis aus dem Westen müssen zum Judentum konvertieren und sich verpflichten, der jüdischen Religion treu zu dienen. Da der Anti-Israelismus ja bekanntlich nichts mit dem Judentum zu tun hat, dürfte es ja kein Problem sein, wenn das neue Israel weiterhin mehrheitlich jüdisch bleibt, ein jüdischer Staat. Aber wir werden es schon schaffen, daß der Nahe Osten endlich ein Paradies auf Erden wird.
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Kommentare
Sie konnten davon ausgehen, daß die Israelis nicht mit Gewalt rechnen würden - und in eine Falle laufen mußten, in der ihnen nur die Möglichkeit blieb, sich gegen die unerwartete Gewalt unvorbereitet mit falschen Waffen zur Wehr zu setzen, was dann Todesopfer fordern mußte.
Ich bin überzeugt, daß mehrere Dutzend der Terroristen an Bord mit ihrem eigenen Tod gerechnet haben - allerdings waren die Israelis weniger "erfolgreich" als wohl erwartet, so daß es nicht Dutzende oder gar Hunderte Tote an Bord gab.
Es bleibt die Frage, ob die von terroristischen SMAs das Leben der übrigen "Friedensaktivis ten" an Bord bewußt riskiert haben - das Einsperren der Frauen unter Deck weist möglicherweise in genau diese Richtung.
Es bleibt zu hoffen, daß die sunnitischen Muslime mehr auf Kairo und Riyadh hören denn auf Ankara und Teheran.
Aber weite Teile der neo-wahhabitischen und salafitischen Muslime werden wohl nicht auf Kairo und Riyadh hören, sondern sich von Ankara und Teheran in den Krieg hetzen lassen. Es ist die Frage, ob und wie die Arabische Liga dem Druck der Salafiten und Wahhabiten auf den arabischen Straßen nachgeben. Die Muslimbrudersch aft in Ägypten jedenfalls gewinnt an Zustimmung unter der Bevölkerung, die ägyptische Regierung dagegen verliert.
Was die "nützlichen Idioten" aus Europa betrifft, jene Antisemiten, Entschuldigung: Antizionisten, die den Juden einfach nicht den Holocaust verzeihen können, so habe ich allerdings wenig Hoffnung, daß sie die besonnenen Stimmen aus Kairo und Riyadh hören wollen und nicht nach den Stimmen aus Ankara und Teheran süchtig sind - in unseren Medien finden sie ja auch kaum Beachtung.
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