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Analogfilme und Filmentwicklung beim Discounter PDF Drucken E-Mail
Blog - Sonstiges
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 14:24 Uhr

Die folgende Liste mag für den einen oder anderen Analogfotografen interessant sein, ich habe sie nach bestem Wissen und Gewissen erstellt:

Originalhersteller Analogfilme:

  • DM verwendet Kodak-Filme als Hausmarke
  • Rossmann, Schlecker und Müller verwenden jeweils Fuji-Filme als Hausmarke

Fuji- und Kodak-Filme unterscheiden sich durchaus in der Farbwiedergabe; man sollte beides ausprobieren und schauen, was einem besser gefällt. Ich persönlich bevorzuge die Farbwiedergabe der Kodak-Filme.

Auflösung Foto-CDs:

Immer JPEGs, also 8 Bit je Farbkanal und verlustbehaftete Komprimierung.

  • Schlecker: 1,5 Megapixel
  • DM: 1,5 Megapixel
  • PixelNet / ORWO Net: 1,5 Megapixel
  • Müller: 2,0 Megapixel (Auflösung nicht 3:2, sondern eher 4:3)
  • Rossmann: 3,0 Megapixel

Auflösung analoger Filme

Zum Vergleich: Gute Analogfilme schaffen eine Auflösung, die im Vergleich zu digitalen Kameras bei schätzungsweise 15 - 25 Megapixeln liegt (einzelne Filme liegen noch darüber).

Nur hervorragende Objektive können diese Auflösung dann auch befriedigen, einfache Optiken liegen bei ca. 5 Megapixeln. Etwas bessere Optiken schaffen dann 10 Megapixel oder besser, und richtig gute Objektive bewältigen dann auch höhere Auflösungen. Die 1,5 oder 3,0 Megapixel vieler Foto-CDs entsprechen von der Auflösung her wohl am Ehesten den Plastiklinsen in Einwegkameras.

Wer von einer Foto-CD mit 1,5 Megapixeln Abzüge erstellen will, sollte sich mit einer Bildgröße von höchstens 10 x 15 cm zufriedengeben. Bei 3 Megapixeln sind etwas größere Bilder möglich.

Wirklich brauchbar wären Bilder mit 10 oder mehr Megapixeln - und dann sollten sie auch als TIFF-Dateien mit 16 Bit je Farbkanal vorliegen und ohne daß durch eine Datenkompression Verluste auftreten.

Die Hausmarken der Discounter

Kommen wir noch einmal zu den Marken. Wenn Sie sich bei Hausmarken nicht sicher sind, schauen Sie auf das Herstellungsland: "Made in USA" deutet in der Regel auf "Kodak Farbwelt" hin, "Made in Japan" hingegen auf "Fuji Superia". Beide Filme sind durchaus brauchbar, aber keine professionellen Filme. Sie eignen sich gut für Sucherkameras oder Spiegelreflexkameras mit einfacheren Optiken. Für Spiegelreflexkameras mit höherwertigeren Optiken würde ich eher zu professionellen Filmen raten (z.B. "Kodak Professional" oder "Fuji PRO").

Von analog zu digital

Die Papierbilder sind übrigens bei den Discountern digital ausbelichtet. Ein wirklich analoges Foto wird man nicht mehr ohne Weiteres bekommen.

Negativfilme lassen sich digital nicht so "entwickeln", daß immer alle dunklen und alle hellen Stellen im Bild detaillierte Zeichnungen aufweisen - versucht man es doch, bekommt man je nach Empfindlichkeit des Films ein flaues Bild. Die Labore müssen darum die Details entweder in den hellen oder in den dunklen Bildbereichen "opfern", also über- oder unterbelichten.

Aus Schwarzweiß wird farbig

Noch ein wichtiger Hinweis zu den Discountern: Wer einen der chromogenen Filme "Kodak Professional BW400CN" oder "Ilford XP2 Super" - als Farbfilme zu entwickelnde Schwarzweißfilme - bei einem der Discounter zum Entwickeln abgibt, bekommt leider sowohl auf Papier als auch auf Foto-CD mit großer Wahrscheinlichkeit keine schwarzweißen Bilder, sondern monochrome Bilder mit mehr oder weniger starker Tönung. Die Farbe der Tönung ist dabei zufällig und sieht nur selten gut aus.

Kratzer

Wo immer ich bisher Filme zum Entwickeln gegeben habe, wiesen die Negative hinterher leichte Kratzer auf.

Auf den Papierbildern und auf den Foto-CDs sind diese Beschädigungen repariert - digitalisiert man die Negative jedoch selbst, so benötigt man unbedingt einen Scanner, der in der Lage ist, Beschädigungen zu korrigieren, am besten per Infrarot-Abtastung (dabei werden die beschädigten Stellen mit Farbinformationen aus benachbarten Bereichen aufgefüllt). 

Nicht mehr zu reparieren war allerdings ein Film, der in einem Großlabor falsch geschnitten worden war, so daß jedes vierte Bild erheblich beschädigt worden war. Das letzte Bild auf dem Film war beim Entwickeln sogar völlig zerstört worden.

Kratzer auf den Negativen hatte ich übrigens auch auf Filmen, die ich einem Fotofachhändler anvertraut hatte - zu einem fast viermal so hohen Preis wie bei einem der Discounter.

Hinweis: Sollte mir im Hinblick auf die Hausmarken oder die Auflösung auf den Foto-CDs ein Fehler unterlaufen sein oder die Firmen die Produkte geändert haben, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 09. April 2012 um 12:40 Uhr
 

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