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Von VirtualPC zu VirtualBox: Aus VHD mach VDI PDF Drucken E-Mail
Blog - Sonstiges
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Freitag, den 02. September 2011 um 12:16 Uhr

Wer wie ich von VirtualPC auf VirtualBox umsteigt, wird feststellen, daß VirtualBox zwar viele, aber nicht alle virtuellen Festplatten im VHD-Format akzeptiert. Ohnehin scheint es sehr viel sinnvoller zu sein, das VDI-Format für virtuelle Festplatten in VirtualBox zu verwenden.

Um aus einer virtuellen Festplatte im VHD-Format eine im VDI-Format zu machen, muß man kein IT-Experte sein.

Unter Linux installiert man hierzu - falls noch nicht vorhanden - das Paket qemu. Bei Ubuntu etwa reicht hierfür der Befehl "sudo apt-get install qemu".

Danach ruft man ein Terminal auf, wechselt in das Verzeichnis mit der virtuellen Festplatte im VHD-Format und setzt folgenden Befehl ab:

  • "qemu-img convert -O raw harddisk.vhd harddisk.bin"

Anstelle von "harddisk" gibt man natürlich den Dateinamen der virtuellen Festplatte ein.

Das Ergebnis ist eine virtuelle Festplatte im BIN-Format - in der Größe der ursprünglichen virtuellen Festplatte. Hatte man also unter Virtual PC eine Festplatte mit 8 GB angelegt, dann mag die dynamisch gewachsene VHD-Platte je nach Füllzustand viel kleiner gewesen sein, aber im BIN-Format wird sie 8 GB haben. Sie benötigen also genügend freien Speicherplatz.

Nach der Umwandlung ist vor der Umwandlung:

  • "VBoxManage convertfromraw harddisk.bin harddisk.vdi –variant standard"

Das Ergebnis ist eine virtuelle Festplatte im VDI-Format, deren Größe dank des Parameters "--variant standard" nun wiederum dynamisch wachsen wird. Die Dateigröße entspricht also dem Füllzustand der virtuellen Festplatte.

Damit lassen sich auch widerspentige VHD-Festplatten zähmen, deren Einbindung in VirtualBox beispielsweise mit der Fehlermeldung scheitert:

  • "Die Festplatte harddisk.vhd konnte nicht geöffnet werden.
    Could not get the storage format of the medium harddisk.vhd'
    (VERR_NOT_SUPPORTED)" 

Gasterweiterungen

Wer in VirtualPC Gasterweiterungen installiert hat, sollte diese am besten deinstallieren, ehe er versucht, ein Betriebssystem in der VirtualBox zu verwenden. Dies vermeidet einige Probleme bei der Umstellung.

In einem OS/2- oder eCS-Gast sollte man zudem vor dem Wechsel als Grafiktreiber SNAP oder SDD installieren. Der funktioniert sowohl in VirtualPC als auch in der VirtualBox.

 

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