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Moschee-Baba PDF Drucken E-Mail
Blog - Religionsfreiheit
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Donnerstag, den 02. September 2010 um 11:16 Uhr

Nicht, daß ich dieses  Moschee baba Spiel der österreichischen FPÖ gut finde, aber ich habe es genutzt - ohne auch nur ein Minarett oder einen Muezzin abzuschießen -, um im Anschluß dreimal mit "Nein" zu stimmen:

  • NEIN zum "Bauverbot von Moscheen mit Minaretten"
  • NEIN zum "Verbot von Burka, Nikab und Kopftuch"
  • NEIN zu "österreichische Rechtsordnung über Koran"

Letzteres "Nein", weil ich auch als Deutscher zwar nicht die Bibel, aber Gottes Wort über die deutsche Rechtsordnung stelle - und mich da im Kreis von Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther King und anderen gut aufgehoben weiß.

"Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen" - manchmal ist das nötig. Wo eine Rechstordnung in irgend einer Weise gegen die von Gott gegebene Menschenwürde verstößt, da kann ich als Christ eine Rechtsordnung nicht akzeptieren, sondern muß Widerstand leisten.

Das gleiche Recht muß ich natürlich auch Muslimen zugestehen und kann darum nicht verlangen, daß sie pauschal erklären, hiesiges Recht über den Koran zu stellen.

In jedem Falle gehe ich von einer Notsituation aus, in der die Menschenwürde anderer durch eine Rechtsordnung verletzt wird, das versteht sich von selbst. Es muß schon die Menschenwürde sein, die verletzt zu werden droht oder die verletzt wird, ehe ich eine Legitimation sehe, das, was mein Glaube mir befiehlt, über die Rechtsordnung zu stellen, und auch dann heiligt der Zweck nicht die Mittel, sondern muß die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.

 

Kommentare  

 
# Ja zu MultiKulti, aber mit Regeln.Gast 2011-01-18 20:52
Ginge es nach mir, dürfte hier keine einzige Moschee mehr gebaut werden, bis die Kriminalität unserer muslimischen Mitbürger/innen mindestens gleichauf mit den justiziablen Verfehlungen unserer Landsleute mit deutschen- oder christlich-jüdischen Wurzeln wäre.

Da kommen Fremde in unser Land, begehen Unrecht und Gewalt im Übermaß, aber fordern parallel dazu den Bau ihrer Tempel. Das passt nicht zusammen!

Da wäre noch zu erwähnen, dass ich ausdrücklich für eine bunte, multikulturelle Gesellschaft bin. Aber mit Regeln.
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# Ein paar GedankenMichael Molthagen 2011-01-19 10:30
1. Religionsfreihe it ist keine Medaille für Wohlverhalten, muß man sich nicht verdienen, kann man auch nicht verspielen; sie ist allein in der Würde des Menschen begründet, und die ist unverletzlich

2. Selbst wenn es eine höhere Kriminalität der Muslime gäbe (was nicht unbedingt der Fall ist, da z.B. Deutsche häufiger Anzeigen gegen Ausländer bzw. Muslime erstatten), so hat das nichts mit der Religion zu tun (ebenso wenig, wenn Christen weniger oft kriminell wären)

3. In unserer Kultur gibt es keine Sippenhaft - nicht einmal der Terror von al-Qaida & Co. kann dazu führen, daß die Muslime unter einen Generalverdacht fallen

4. Wie weit ist es vom Moscheebauverbo t für Muslime bis beispielsweise zu "grünen Halbmonden" auf ihrer Kleidung und der Pflicht, alle Muslime "Muhammad" und "Aisha" zu nennen? Ich weiß, der Vergleich mit der nicht so fernen Vergangenheit ist kraß und sicherlich ungerecht, aber Übertreibung veranschaulicht : Wo ist die Grenze, wie weit dürfen die "Abwehrmaßnahmen
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