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Rechtspopulistische Instrumentalisierung der Christenverfolgung ist Christenverfolgung PDF Drucken E-Mail
Blog - Religionsfreiheit
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Donnerstag, den 19. Mai 2011 um 12:05 Uhr

Wenn demnächst die "Ortsgruppe Stuttgart" der "Bürgerbewegung Pax Europa" zusammen mit "Politically Incorrect"-Stuttgart in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ein "islamkritisches Wochenende" zum "Thema Christenverfolgung" veranstaltet (hier keine Details, um keine Werbung für diesen rechtspopulistisch-islamophoben Irrsinn zu machen), dann gehe ich davon aus, daß die Situation der Christen in einigen islamischen Ländern de facto instrumentalisiert und damit mißbraucht wird, um Stimmung gegen Muslime zu machen.

Und das ist für mich dann wieder eine ganz üble Form von Christenverfolgung.

Und ich hoffe natürlich, daß gläubige Christen und insbesondere auch wir Evangelikalen und Freikirchler sich von dieser Veranstaltung und dem Geist dieser Bewegung - frommdeutsch: ein Geist von unten - fernhalten.

Ja, die Benachteiligung, Diskriminierung und auch Verfolgung von Christen in islamischen Ländern, die sehr verschiedene Ursachen hat, teilweise auch im Bereich einer gewissen Christianophobie einiger Muslime unterschiedlicher Gesinnung, ist ein wichtiges Thema für Christen. Wir sollten aber als Christen für alle Menschen eintreten, die wegen ihres Glaubens oder Nichtglaubens verfolgt werden - egal ob Christen, Juden, Muslime oder wer sonst. Merke: Ein Land, in dem Christen verfolgt werden, erlebt meist auch die Verfolgung anderer Minderheiten.

Aber Christen müssen hellwach sein, wenn Islamophobe und/oder Rechtspopulisten dieses Thema instrumentalisieren.

Und ich wünsche mir, daß Stuttgart diesen Leuten die Tür vor der Nase zuschlägt - seien es Hoteliers, Gastwirte, Besitzer von Veranstaltungs- und Tagungsräumen, Taxifahrer, Pfarrer und Gemeindeleiter.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 19. Mai 2011 um 12:08 Uhr
 

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