Hissa Hilal - eine beeindruckende Frau aus Saudi-Arabien, die zurecht als "mutig, ehrlich und kraftvoll" beschrieben wird.
Für viele Muslime und vor allem Muslimas ist Hissa Hilal, die vierfache Mutter aus Riadh, ein Idol. In einem Dichter-Wettbewerb in Abu Dhabi hat sie die Herzen vieler Menschen im Sturm erobert, radikal-islamische Fanatiker allerdings trachten ihr nach dem Leben.
In einem Gedicht kritisiert sie insbesondere den islamischen Gelehrten Sheikh Abd al-Rahman bin Nasser al-Barak, weil dieser eine Fatwa erlassen hat, die nicht nur das traditionelle Verbot eines jeden Kontaktes zwischen Männern und Frauen bestätigt, die nicht miteinander verheiratet sind und auch sonst in keinem "erlaubten" Verhältnis zueinander stehen, sondern der auch zum Mord an denen aufruft, die sich für die Aufhebung dieses Verbotes einsetzen.
Hissa Hilal tritt dabei in der traditionellen saudischen Kleidung auf, dem Mantel Abaya und dem Gesichtsschleier Niqab, den sie, wie ein Juror erklärt, nicht traägt, weil sie konservativ sei, sondern um sich in die Gepflogenheiten der Gesellschaft einzuordnen. Sie ist eben nicht gegen ihre Religion oder gegen ihre Kultur.
Hissa Hilal will ihre Verse verstanden wissen als Kritik am Extremismus nicht nur Saudi-Arabien, sondern auch in Ägypten, Jordanien und Syrien. Sie möchte mit ihren Gedichten allen arabischen Frauen eine Stimme geben, weil sie "zum Schweigen gebracht (werden) von Leuten, die unsere Kultur und unsere Religion gekidnappt haben".
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