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Daß die "Süddeutsche Zeitung" evangelikale Christen nicht sonderlich schätzt, beweist sie heute wieder einmal.
In einem Artikel über die von Terry Jones geplante Koran-Verbrennung am 11. September ist nur von "evangelikalen Christen" die Rede, die den Koran verbrennen wollen - daß Jones Gemeinde gerade einmal 50 Mitglieder hat, verschweigt die SZ ebenso wie die Tatsache, daß sich die verschiedenen evangelikalen Dachverbände der USA von dieser Aktion distanzieren. Aber vermutlich fällt es der SZ schon schwer genug, in dem Artikel zu schreiben, "in den USA kritisieren sowohl die Muslime als auch die Christen das Vorhaben der Gemeinde aus Florida scharf". Zu erwähnen, daß zu den Christen eben gerade auch evangelikale Christen gehören, kann man von der SZ nun wirklich nicht verlangen. Wo bliebe da das Feindbild Evangelikale?
Andere Medien, die ich heute gelesen habe, etwa Spiegel Online und Stern.de, können es besser, informieren erfreulich sachlich und ohne jede Evangelikalophobie von der Angelegenheit. Nur die SZ tanzt aus der Reihe und nährt die Evangelikalophobie im Lande.
Immerhin muß aber sogar die SZ zugeben, daß die Zustimmung zu dieser Aktion gering ist: "Mehr als 8000 User haben bereits ihre Zustimmung gezeigt", schreibt die SZ über eine Facebook-Seite zur geplanten Koran-Verbrennung. Daß diese 8.000 User aber gerade einmal 0,027 % der 30 Millionen Evangelikalen in den USA entsprechen, verschweigt die SZ. Wozu aber auch die Leser mit einem solchen Detail belästigen?
Und wenn wir schon rechnen: Zu Terry Jones Gemeinde gehören also 50 Mitglieder. Das sind 0,000166667 % der Evangelikalen in den USA. Klar, daß die SZ da mit dem Titel kommen muß, "Evangelikale gegen Islam - Christen wollen Koran verbrennen".
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