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Am heutigen 11. August beginnt nicht nur der islamische Fastenmonat Ramadan, sondern auch die internationale christliche Aktion "30 Tage Gebet für die islamische Welt", in Deutschland ausgerichtet von der Deutschen Evangelischen Allianz, die auch einen Arbeitskreis Islam und ein Institut für Islamfragen betreibt.
Daß die Gebetsaktion für die islamische Welt mit dem Fastenmonat Ramadan zufällt, ist kein Zufall, sondern Absicht: Seit Jahren schon laden meist evangelikale Christen während des Ramadan zum Gebet für die islamische Welt ein.
Nun ist es sicherlich gut, für die islamische Welt zu beten - solange es nicht das in manchen Kreisen so beliebte "anfallen und niederbeten" ist.
Aber muß es denn gerade der Fastenomat Ramadan sein, den man für das Gebet zum Anlaß nimmt?
Das finde ich persönlich ebenso daneben wie die Angewohnheit deutscher Moscheen, gerade am Tag der Deutschen Einheit einen "Tag der offenen Moschee" zu veranstalten. Das bekommt dadurch ein besonderes "Gschmäckle", daß sich der Islam als die Religion der Einheit sieht, so daß man kaum annehmen kann, daß der Tag der Deutschen Einheit zufällig gewählt wurde.
Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Ich habe früher nicht nur selbst zum AK Islam und zum Institut für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz gehört, sondern auch bei dem Gebet für die islamische Welt mitgemacht. Das tut mir jetzt leid, auch wenn die gebete alles andere als "anfallen und niederbeten" waren, sondern in der Regel die Sorgen und Nöte der Menschen in der islamischen Welt im Fokus hatten und sich nicht gegen den Islam gerichtet haben. Die Leute, die während des Ramadan für die islamische Welt und die Menschen dort beten, meinen es gut - aber gut meinen ist nicht immer das Beste.
Ich wäre sehr für eine Verlegung der Gebetsaktion, weg vom Ramadan. Warum nicht eine der beiden christlichen Fastenzeiten, die Passionszeit oder die Adventzeit, für das Gebet verwenden?
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