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In der taz erschien gestern ein Artikel Der falsche Flüchtling von einem oder einer gewissen S. Schlindwein, um den es mir aber gar nicht geht. Ich hätte diesen Artikel auch gar nicht gesehen, wenn ich nicht einen Google-Alert zum Thema "evangelikal" abonniert hätte und so in den Genuß des taz-Artikels kam.
Der Alert war auf den Passus "'Evangelikale Missionare ohne Grenzen' heißt sie. Ihre 'Trauma- und Stress Rehabilitierungs-Mission', in der Irankunda beschäftigt sei..." angesprungen.
Ich weiß nicht, wie S. Schlindwein auf den Namen dieser Missionsgesellschaft kommt, eine Suche nach diesem Begriff führt im Prinzip nur zu diesem taz-Artikel.
Ich dachte zuerst, man hätte das englische "evangelical", das je nach Kontext entweder "evangelisch" oder "evangelikal" übersetzt werden muß, falsch übersetzt, aber das war es nicht ganz; der Fehler der taz ist noch gravierender.
Tatsächlich scheint diese Organisation nämlich "Ministere d’Evangelisation Sans Frontiere" oder auch "Evangelistic Ministries Without Borders" zu heißen, hat also auch nichts mit "evangelikal" zu tun.
Ein Versehen der taz oder mehr? Da mag sich jeder selbst ein Urteil bilden.
Interessant ist jedenfalls, was die "Brights", jene Taliban unter den fundamentalistischen Atheisten, daraus gemacht haben: Einen Blog-Artikel mit dem Titel Evangelikale Mission ohne Grenzen - hier hat man also "passende" Schlußfolgerungen gezogen und aus der fehlerhaften Bemerkung der taz gleich eine passende Überschrift gezimmert, mit Tags wie "Fundamentalismus".
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