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Eine gewisse Kette für Elektroartikel wirbt derzeit mit dem Slogan "Weihnachten wird unterm Baum entschieden", was für Christen natürlich nicht gerade eine Aussage ist, der man vorbehaltlos zustimmen könnte. Aus christlicher Sicht wurde Weihnachten sowohl in der Krippe als auch am Kreuz entschieden, vor 2.000 Jahren. Gott läßt sich herab zu uns Menschen, wird zu einem hilflosen Kind in der Krippe, zu einem Dulder am Kreuz, der flehentlich bittet: Laßt euch versöhnen mit Gott!
Die Geschenke unterm Baum sollten Symbole des Geschenks sein, das Gott uns Menschen macht - und darum ist es so unpassend, wenn unterm Baum der Kommerz regiert. Wenn Weihnachten unterm Baum entschieden werden soll.
Nur leider ist genau das Realität - Weihnachten ist durch und durch kommerzialisiert. Und leider machen wir Christen in der Regel ohne allzu große Bedenken mit, von dem Moment an, zu dem die ersten Weihnachtssachen in den Suprmärkten und Discountern auftauchen. Daß Advent einmal eine Buß- und Fastenzeit war, ist weithin unbekannt. Und daß die Weihnachtsfreude nur das verzerrte Grinsen eines bleichen Totenschädels sein kann, wenn sie in der Zahl und dem Preis von Geschenken gemessen und von einer Geiz-ist-geil-Mentalität regiert wird, fällt wohl auch nicht jedem auf.
Wie wäre es, wir würden Advent und Weihnachten wieder als Zeit der Buße und des Fastens begehen, vom ersten Sonntag im Advent bis zum 6. Januar? Würden für die Geschenke eine preisliche Obergrenze festlegen? Würden gerade denen Geschenke machen, die sonst nicht viel bekommen?
Weihnachten wird unterm Baum entschieden? Wir sind doch nicht blöd!
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